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 Klassik von höchster Virtuosität
Schaffhauser Nachrichten 
11.01.2016 
  Klassik von höchster Virtuosität
von Gisela Zweifel-Fehlmann
   
 
   
  Vor einer grossen Zuhörerschaft im St. Johann spielte der junge, gerade erst 25 Jahre alt gewordene Schaffhauser Pianist Martin Werner mit hohem Können und überzeugendem Gestaltungswillen ein eindrückliches Programm.
   
  Zwischen zwei monumentalen Eckpfeilern mit gewaltigen Klavier-Transskriptionen über Werke von Johann Sebastian Bach von Ferruccio Busoni entfaltete sich die zauberhafte, elegante Klangwelt französischer Klaviermusik von Claude Debussy. Martin Werner spielte die anspruchsvollen Werke mit Bravour und sensibler Musikalität. Wenn man bedenkt, dass er zudem in der gleichen Woche zwei juristische Prüfungen an der Uni Zürich abzulegen hatte, grenzt seine perfekte Gedächtnisleistung schon fast ans Unglaubliche.

Effektvolle Bach-Bearbeitungen
Die ewige Diskussion heutiger Musikkenner, ob Johann Sebastian Bach auf historischen Tasteninstrumenten oder dem modernen Konzertflügel zu spielen sei, entschied Ferruccio Busoni (1866–1924) als Kind seiner Zeit kongenial zugunsten des Klavierklangs. Bei Bach bedeutete «Clavier» allerdings noch ein beliebiges Tasteninstrument wie Clavichord, Cembalo oder die Orgel. Er wusste die klanglichen Möglichkeiten seiner Instrumente, wie sie ihm zur Verfügung standen, entsprechend auszuschöpfen. Nichts anderes tat Busoni gegen 200 Jahre später mit seinen Bach-Bearbeitungen, indem er auf die Klangästhetik des modernen «Pianoforte» setzte, um Bach mit den pianistischen Effekten des spätromantischen Virtuosentums zur Geltung zu bringen. Er tat dies mit mehrfachen Oktavverdoppelungen, vollgriffigen Akkordballungen, dem Einsatz des ganzen Registerspektrums der Klaviatur und den neuen vielfältigen Möglichkeiten für dynamische Nuancierungen. Martin Werner wurde dem mit pianistischer Risikofreude und sensibler Empfindsamkeit gerecht. So wurde Bachs Toccata und Fuge BWV 565, der beliebte Orgelhit aus der Sturm-und-Drang-Zeit des Komponisten, zu einem neuen Kunsterlebnis und die Chaconne BWV 1004, ursprünglich für eine Solovioline geschrieben, zu einer ebenso fulminanten Darbietung.

Claude Debussy, der Klangzauberer
Eine andere musikalische Idee lag den beiden dargebotenen Klavierzyklen «Pour le Piano» und «Suite Bergamasque» von Claude Debussy (1862–1918) zugrunde. Obwohl Zeitgenosse Busonis, löste er sich im Gegensatz zu diesem von der traditionellen funktionalen Harmonik und liess sich durch asiatische Stilelemente mit modernen Akkordzusammensetzungen und -verbindungen zu schillernden Klangimpressionen inspirieren. Ausser der charakteristischen Satzbezeichnungen hat diese Musik kaum mehr stilistische Bezüge zum Barock. Martin Werner hatte Debussys eleganten Stil ganz verinnerlicht und musizierte mit duftigem, differenziertem Anschlag, zauberhaften Klangfarben, hoher Virtuosität und eindrücklicher musikalischer Reife. Von überirdischer Schönheit war «Clair de Lune», das in Konzerten oft zur Zugabe wird. Auch hier wurde das begeisterte Publikum letztlich nachdenklich gestimmt, indem Johann Sebastian Bach selber respektvoll das Schlusswort erhielt – mit dem schlichtem, wunderbar entrückten C-Dur-Präludium aus dem «Wohltemperierten Clavier», gefolgt von einer pianistisch charmanten Fassung des «Munotglöggli».
   
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